Microsoft · Keine Nachlassfunktion
Was mit deinem Microsoft-Konto passiert, wenn du stirbst
Outlook-Mails, OneDrive-Dateien und dein Xbox-Verlauf können alle an einem einzigen Microsoft-Konto hängen, ohne eingebaute Möglichkeit, es weiterzugeben.
Was passiert, wenn nichts eingerichtet ist
Microsoft nimmt den Schutz von Konten sehr ernst. Laut seinem Support kann es keine Anmeldedaten für ein Konto herausgeben, das jemand anderem gehört, auch nicht, wenn diese Person gestorben ist.
Die Herausgabe von Kontoinhalten erfordert in der Regel einen rechtlichen Weg, etwa einen Gerichtsbeschluss oder eine gerichtliche Anordnung. Das kann für eine Familie langwierig und teuer sein.
Meldet sich niemand an, schließt Microsoft Konten nach langer Inaktivität und löscht ihre Inhalte. Dateien, die nur in OneDrive liegen, können so verloren gehen.
Schritte
Was du stattdessen tun kannst
Ohne eingebaute Nachlassfunktion liegt der Plan bei dir. Ein paar Schritte machen einen großen Unterschied.
Notiere, was im Konto steckt
Halte fest, ob es E-Mails, OneDrive-Dateien, Office-Dokumente, einen Xbox- oder Skype-Verlauf und Abos enthält.
Wichtige Dateien auch woanders sichern
Sorg dafür, dass wertvolle Fotos und Dokumente auch an einem Ort liegen, an den deine Familie herankommt.
Nutze einen Passwort-Manager
Speichere deine Microsoft-Anmeldung in einem Passwort-Manager mit Notfallzugriff und richte ihn für eine Vertrauensperson ein.
An die Zwei-Faktor-Anmeldung denken
Halte fest, wie jemand deine Anmeldeprüfung bestehen kann, zum Beispiel welches Handy oder welche Authenticator-App genutzt wird.
Schreib deine Wünsche auf
Leg fest, ob das Konto geschlossen werden soll und welche Abos gekündigt werden sollen.
Microsofts Richtlinien können sich ändern. Auf den aktuellen Supportseiten findest du die neuesten Hinweise zu verstorbenen Nutzern.
Was deine Familie beantragen kann
Ohne deine Anmeldedaten hat die Familie nur wenige Möglichkeiten.
- Microsoft gibt in der Regel weder das Passwort noch einen Anmeldezugang heraus
- Kontoinhalte werden in der Regel nur auf rechtlichem Weg freigegeben
- Abos, die über eine Karte abgerechnet werden, lassen sich über die Bank oder den Kartenanbieter stoppen
- Ein ungenutztes Konto wird von Microsoft irgendwann geschlossen
Meist verlangte Unterlagen
- Eine Sterbeurkunde
- Einen Nachweis der rechtlichen Befugnis über den Nachlass
- Einen Gerichtsbeschluss oder einen anderen gültigen rechtlichen Titel, für jede Herausgabe von Inhalten
Richtlinien ändern sich. Sieh das hier als Ausgangspunkt und prüf die Angaben auf den Hilfeseiten des jeweiligen Dienstes.
FAQ
Fragen zu Microsoft / Outlook
Weitere Dienste
Weitere Konten, die du regeln solltest
- GoogleNachlass-Einstellung
- Apple / iCloudNachlass-Einstellung
- FacebookNachlass-Einstellung
- InstagramNur auf Antrag
- X (Twitter)Nur auf Antrag
- LinkedInNur auf Antrag
- PayPalÜber den Nachlass
- Passwort-ManagerNachlass-Einstellung
- Krypto-WalletsKeine Nachlass-Einstellung
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- JournalDigitalen Nachlass regeln: ein einfacher Leitfaden für Deutschland, Österreich und die SchweizDen digitalen Nachlass zu regeln heißt: Online-Konten auflisten, die Nachlass-Einstellungen der Plattformen aktivieren, für jedes Konto festhalten, was damit geschehen soll, und eine Person benennen, die sich darum kümmert. In Deutschland gehen digitale Konten nach einem Urteil des Bundesgerichtshofs von 2018 grundsätzlich wie Briefe und Tagebücher auf die Erben über; in der Praxis entscheiden aber Nachweise wie Erbschein und die Regeln der Anbieter, wie schnell die Familie Zugang bekommt.
- Checkliste digitaler NachlassZwanzig Dinge, die deine Familie brauchen wird – geordnet und laufend gespeichert.
- Konten nach dem TodWas mit Google-, Apple-, Facebook- und anderen Konten passiert, wenn jemand stirbt.
Ein Dienst nach dem anderen. Oder alles auf einmal im Blick.
Schreib bei Sealkept eine versiegelte Notiz für die Person, die deinen Nachlass regelt, mit allen Konten und dem, was damit geschehen soll. Sie wird nur zugestellt, wenn deine Lebenszeichen ausbleiben.
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